Inspektion und Wartung von Hydraulikzylindern
Eine ordnungsgemäße Funktion und regelmäßige Wartung sind entscheidend für die Optimierung der Leistung von Hydraulikzylindern. Entdecken Sie wichtige Erkenntnisse: Prüfen Sie Dichtungen auf Verschleiß oder Kratzer, reparieren Sie Zylinderkörper durch Honen oder mit dem TS311-Reinigungsmittel und beheben Sie Kolbenstangen mittels Neuschleifen – verhindern Sie Leckagen und verlängern Sie die Betriebszeit.
Shibang Machinery
2025/12/16
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Um den Anforderungen der Nutzer vollständig gerecht zu werden, verlassen sich hydraulische Zylinder nicht nur auf konstruktives Know-how und Fertigungspräzision, sondern auch auf korrekte Nutzung und regelmäßige Wartung. Vor Betriebsaufnahme ist Luft aus dem Zylinder abzulassen, das Dämpfungsregelventil auf eine sinnvolle Stellung einzustellen, die Ölfiltration regelmäßig zu überprüfen und Staub von der Zylinderoberfläche periodisch zu entfernen. Darüber hinaus ist Schutz vor Wasser und Feuer erforderlich.
1. Inspektion und Wartung von Dichtungen
Pistondichtungen sind entscheidende Bauteile zur Vermeidung von inneren Leckagen in hydraulischen Zylindern. Bei Lippendichtungen liegt der Fokus auf der Prüfung von Kratzern und Verschleiß an den Lippen; bei Kombinationsdichtungen sollte besonders der Verschleißgrad der Dichtflächen geprüft werden, um deren Einsatzfähigkeit zu beurteilen. Außerdem ist auf Exzentrizitätsbeschädigungen an den statischen Dichtungen zwischen Kolben und Kolbenstange zu achten. Bei Kolbenstangen-Dichtungen ist die Verschleißkontrolle von Dichtungen und Führungsringen besonders wichtig. Falls Mängel an Dichtungen oder Führungsringen festgestellt werden, sind diese durch Dichtungen gleicher Bauart und geeigneten Materials entsprechend der Dichtungskonstruktion des zu reparierenden Hydraulikzylinders auszutauschen. Dadurch wird die Ölfilmstärke zwischen Dichtung und Dichtfläche minimiert, was das Auftreten von Leckagen reduziert.
2. Inspektion und Wartung von Zylinderbarren
Die Innenseite des Zylinderbarrens und die Kolbendichtungen sind Hauptursachen für innere Leckagen. Treten Längsrillen an der Innenseite auf, so kann ein Austausch der Kolbendichtung allein die Problematik nicht wirksam lösen. Bei der Innenseite des Zylinderbarrens ist vor allem zu prüfen, ob Maß- und Formtoleranzen den technischen Anforderungen entsprechen, ob Längsrillen vorhanden sind und deren Tiefe zu messen, um geeignete Lösungen zu wählen.
Für Zylinderbarren mit geringer Verformung und flachen Längsrillen: Reparatur mittels Hochleistungshonen, welches Zylinder mit Abweichungen bis zu 2,5-fach der ursprünglichen Toleranz reparieren kann. Hierbei wird der abweichende Bereich mit einer Hochleistungshonenmaschine bearbeitet, um die Gesamtmaßgenauigkeit, Form- und Oberflächenqualität den technischen Vorgaben entsprechend zu stellen. Für Zylinderbarren mit starker Innenwandverschleiß und tiefen Längsrillen: Entweder Remanufacturierung durch Fachhersteller basierend auf Reverse Engineering des Originalteils oder Reparatur mittels TS311-Anti-Verschleiß-Reparaturmittel (speziell für verschlissene oder beschädigte Metallkomponenten entwickelt).
Reparaturablauf:
- Mit einem Legierungs-Schaber Rillen mit einer Tiefe von mehr als 1 mm in die beschädigte Fläche schneiden.
- Die Rillenfläche mit Aceton reinigen.
- Das gemischte TS311-Anti-Verschleiß-Reparaturmittel mit Hilfe einer Zylinderinnenmessplatte auf die bearbeitete Fläche auftragen, gleichmäßig verstreichen, um eine kompakte Haftung zu gewährleisten, und leicht über die Innenseite hinausführen.
- Nach der Aushärtung erfolgt das Nachschleifen, um einen Bearbeitungsrest zu lassen, und schließlich wird durch Läppen die geforderte Maßgenauigkeit, Formtoleranz und Oberflächenrauheit erreicht.
Hinweis: Zylinder, die mit diesem Verfahren repariert wurden, weisen im Vergleich geringere Lebensdauer und Zuverlässigkeit auf.
3. Inspektion und Wartung von Kolbenstäben und Führungsrohren
Das Bewegungspaar zwischen Kolbenstange und Führungsrohr ist eine Hauptursache für äußere Leckagen. Wenn die Chrombeschichtung der Kolbenstange aufgrund von Verschleiß abblättert oder Längsrillen entwickelt, führt dies direkt zu Dichtungsversagen. Daher ist darauf zu achten, ob die Oberflächenrauheit und Formtoleranzen der Kolbenstange den technischen Anforderungen entsprechen. Bei gekrümmten Kolbenstäben ist eine Geradstellung oder eine Remanufacturierung durch Fachhersteller auf Basis von Reverse Engineering erforderlich. Für Kolbenstäbe mit verschlissenem, rissigem oder teilweise abgeblättertem Beschichtung: Verfahren zum Abrichten der alten Beschichtung und Neuchromierung der Oberfläche anwenden.
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